Was ist eigentlich Print-on-Demand?
Print-on-Demand (POD) ist ein digitales Buchdruckverfahren, bei dem ein Buch erst gedruckt wird, wenn es jemand kauft oder eine Bestellung eingeht. Dadurch entfallen Lagerkosten, Mindestauflagen und hohe Vorabinvestitionen und eignet sich daher besonders gut für Self-Publisher, Unternehmen, Vereine oder einfach Kundinnen und Kunden, die Ihr eigenes Buch in gedruckter Form in den Händen halten möchten.
Was bedeutet Print-on-Demand bei 1buch.de?
Print-on-Demand (POD) bedeutet, dass wir Ihr eigenes Buch ganz nach Ihren Vorgaben und Vorstellungen drucken. Sie alleine entscheiden, wie Ihr Buch aussehen soll, und stellen uns Ihre individuellen Druckdaten als PDF-Datei zur Verfügung. Daraus fertigen wir dann ein Buch, welches genauso aussieht, wie Sie es von Büchern aus dem Buchhandel gewohnt sind. Sie bestimmen, welche Ausstattung Ihr gedrucktes Buch haben soll. Dafür können Sie aus unterschiedlichen Formaten, Papieren, Einbandarten und Buchtypen wählen.
Und das Gute daran ist, dass Sie keine Mindestmenge drucken müssen! Sie können entscheiden, ob Sie nur ein eigenes Buch für sich drucken lassen möchten, oder ob Sie eine größere Menge benötigen.
Warum ein Print-on-Demand-Buch nicht „morgen“ da sein kann
Beim POD-Buchdruck (Print-on-Demand) entsteht oft der Eindruck, dass ein Buch sofort verfügbar sein müsste. Immer wieder fragen uns Kundinnen und Kunden: „Was bedeutet Print-on-Demand (POD), wenn die Produktion trotzdem mehrere Tage dauert?“
Die Antwort liegt im Ablauf des Produktionsprozesses. Ein Print-on-Demand-Buch existiert nicht auf Lager, sondern wird erst nach Bestellung individuell hergestellt. Das bedeutet: Jeder einzelne Schritt beginnt erst dann, wenn jemand das Buch kauft.
Deshalb haben wir nachfolgend die Schritte des Print-on-Demand-Prozesses für Sie zusammengetragen und erklärt:
Schritt 1: Datenprüfung - der ‚Startschuss‘ für Ihr Buchprojekt
Bevor Ihr Buch im POD-Buchdruck (Print-on-Demand) produziert werden kann, beginnt alles mit der automatischen Datenprüfung. Nachdem Sie Ihr selbst erstelltes Inhalts-PDF in Ihrem Kundenkonto hochgeladen haben, wird die Datei technisch analysiert, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen für den professionellen Buchdruck entspricht.
Dabei werden unter anderem folgende Punkte geprüft:
• Bildauflösung: Sind alle Bilder hoch genug aufgelöst, um im Druck scharf und klar zu erscheinen?
• Formatkompatibilität: Entspricht das PDF exakt dem von Ihnen gewählten Buchformat?
• Einbettung der Schriften: Sind alle verwendeten Schriften vollständig eingebettet, damit es zu keinen Darstellungsfehlern kommt?
Im Anschluss erhalten Sie eine übersichtliche Zusammenfassung der Prüfergebnisse. Sollte etwas nicht stimmen, informieren wir Sie über die betroffenen Bereiche, so dass Sie Änderungen in Ihrem Ausgangsdokument vornehmen können. Ist Ihr Dokument fehlerfrei, können Sie direkt mit der Konfiguration Ihres Buches fortfahren und Ihre Bestellung abschließen.
Schritt 2: Ausschießen - die optimale Anordnung Ihrer Buchseiten
Nach der Bestellung Ihres Buches beginnt im POD-Buchdruck (Print-on-Demand) ein entscheidender technischer Schritt: das Ausschießen. Dabei werden die einzelnen Inhaltsseiten so auf einem Druckbogen angeordnet, dass nach dem Drucken, Falzen und Zusammentragen automatisch die korrekte Seitenreihenfolge entsteht.
Dieser Prozess ist notwendig, weil ein Buch nicht Seite für Seite gedruckt wird, sondern in größeren Druckbogen, die später gefalzt und weiterverarbeitet werden.
Je nach verwendeter Druckmaschine, Falzmaschine, Bindeart, Seitenanzahl etc. wird das passende Ausschießschema gewählt. Natürlich sollen möglichst viele Seiten auf einen Druckbogen passen, damit der Platz auf jedem Bogen effektiv genutzt wird. Das Papierformat, das bei 1Buch verwendet wird, ist ein DIN-A3-Überformat (32 cm x 46 cm).
Das bedeutet, dass bei einem Buch im DIN-A4-Format 4 Seiten auf einem Druckbogen gedruckt werden: 2 Buchseiten auf der Vorderseite des Bogens (Schöndruckseite) und 2 Buchseiten auf der Rückseite des Bogens (Widerdruckseite). Das Ausschießschema ist bei 1Buch daher viel einfacher als bei anderen Büchern, die in hohen Auflagen und auf größeren Maschinen produziert werden.
Weiterhin werden bei diesem Arbeitsschritt wichtige Elemente wie Schnittmarken, Passkreuze und Falzkreuze mit auf dem Standbogen angeordnet. Diese Elemente sind bei der Weiterverarbeitung nach dem Buchdruck und zur Qualitätsprüfung wichtig.
Das Ausschießen geschieht digital mittels einer Software, und die Anordnung der Seiten samt aller Markierungen wird anschließend für jeden Druckbogen in einem PDF-Dokument gespeichert.
Schritt 3: Digitaldruck – jetzt beginnt der eigentliche Druckprozess
Nachdem das Ausschießen abgeschlossen ist, beginnt der eigentliche Druckprozess Ihres Buches. Im POD-Buchdruck kommt heute nahezu ausschließlich das Digitaldruckverfahren zum Einsatz, so auch bei 1Buch. Dieses Verfahren ist ideal für kleine Auflagen und Einzelstücke, weil es ohne aufwendige Druckformen auskommt und dennoch eine beeindruckend hohe Qualität liefert.
Beim Digitaldruck wird, im Gegensatz zu allen anderen Druckverfahren, keine extra Druckform benötigt. Das Druckbild wird direkt vom Computer an die Druckmaschine übertragen. Dabei werden die Druckdaten auch gerastert. In der Fachsprache nennt man diesen Vorgang auch "rippen" (von RIP = Raster Image Processor). Dabei werden die Texte und Bilder in die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) aufgelöst. Diese vier Farben werden in unterschiedlich großen Punkten und in einem bestimmten Raster gedruckt und erzeugen so das gewünschte Druckbild. Der richtige Farbeindruck entsteht dadurch, dass das menschliche Auge diese winzigen Farbpunkte nicht mehr einzeln auflösen kann und zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzt.
Schritt 4: Trocknen - eine kurze Pause für die perfekte Druckqualität
Nach dem eigentlichen Druckvorgang müssen die frisch bedruckten Druckbogen normalerweise zunächst trocknen, bevor sie weiterverarbeitet werden können. Bei vielen klassischen Druckverfahren kann dieser Schritt mehrere Minuten bis Stunden dauern, da die Farbe erst vollständig in das Papier einziehen oder chemisch aushärten muss. Beim POD-Buchdruck läuft dieser Prozess jedoch deutlich schneller ab. Die Maschine arbeitet mit Flüssigtoner, der bereits innerhalb weniger Sekunden trocknet. Dadurch ist die Trocknungszeit extrem kurz und die Druckbogen können fast unmittelbar in den nächsten Produktionsschritt übergehen.
Das sorgt für:
• schnellere Weiterverarbeitung
• gleichbleibend hohe Qualität, da die Farbe vollständig fixiert ist
• effiziente Produktion, ideal für Print-on-Demand (POD)
Schritt 5: Falzen – aus Druckbogen werden Falzbogen
Nachdem die Druckbogen getrocknet sind, folgt der nächste wichtige Verarbeitungsschritt: das Falzen. Dabei werden die bedruckten Bögen nach einem festgelegten Falzschema in einer Falzmaschine so gefaltet, dass daraus präzise Falzbogen entstehen, die Grundlage für den späteren Buchblock.
Schritt 6: Sammeln vs. Zusammentragen – so entsteht der Buchblock
Da ein Buch in der Regel aus deutlich mehr Seiten besteht, als auf einen einzigen Druckbogen passen, müssen mehrere Falzbogen (also gefalzte Druckbogen) in der richtigen Reihenfolge zu einem vollständigen Buchblock zusammengeführt werden.
Dafür gibt es zwei unterschiedliche Verfahren: Sammeln und Zusammentragen.
Beide Methoden sorgen dafür, dass am Ende alle Seiten Ihres Buches korrekt sortiert und verarbeitungsbereit sind. Sie unterscheiden sich jedoch in der Art, wie die Falzbogen angeordnet werden.
1. Sammeln – Falzbogen ineinander stecken
Beim Sammeln werden mehrere Falzbogen in der richtigen Reihenfolge ineinander gesteckt. Das passiert zum Beispiel bei Zeitungen, Zeitschriften oder dünnen Broschüren. Bei 1Buch wird diese Technik angewendet, wenn eine Rückendrahtheftung gefertigt werden soll.
2. Zusammentragen – Falzbogen hintereinander legen
Beim Zusammentragen werden alle Falzbogen hintereinander in der passenden Reihenfolge zusammengelegt und anschließend zu einem Buchblock verarbeitet. Zusammengetragen werden zum Beispiel alle klebegebundenen Bücher, egal ob Hard- oder Softcover.
Egal ob gesammelt oder zusammengetragen, am Ende dieses Schrittes liegt ein vollständig sortierter Buchblock vor, der nun bereit ist für die nächsten Produktionsschritte.
Schritt 7: Buchbinden – aus Falzbogen wird ein fertiges Buch
Beim Buchbinden werden die zuvor gesammelten oder zusammengetragenen Falzbogen zu einem stabilen Buchblock verbunden und anschließend mit dem passenden Umschlag oder Einband versehen. Dieser Schritt entscheidet maßgeblich über die Haltbarkeit, Flexibilität und Wertigkeit des fertigen Buches.
Bei 1Buch haben Sie verschiedene Einbandarten zur Auswahl – je nach Buchtyp, Seitenumfang und gewünschter Optik.
Rückendrahtheftung – die klassische Klammerbindung
Bei der Rückendrahtheftung werden die Falzbogen ineinander gesteckt und der Umschlag außen herumgelegt. Anschließend werden alle Lagen mit Drahtklammern im Falz durchstochen und fest verbunden.
Diese Bindung eignet sich besonders für:
• dünne Broschüren
• Magazine
• Hefte
Wichtig ist dabei die präzise Positionierung der Klammern genau im Falz, damit das Produkt sauber und stabil verarbeitet ist.
Wire-O-Bindung – flexibel und perfekt zum Aufschlagen
Bei der Wire-O-Bindung, auch bekannt als Ringbuchbindung, wird der Umschlag um die gesammelten oder zusammengetragenen Bögen gelegt. Danach wird der Rücken beschnitten, so daß der Block an dieser Seite offenliegt.
Nun werden Löcher gestanzt, Metallringe (Wire-O) eingefügt und die Seiten durch die Ringe dauerhaft verbunden.
Diese Bindung ist ideal für:
• Arbeitsunterlagen
• Kalender
• Notizbücher
• Bücher, die flach aufgeschlagen werden sollen
Klebebindung – stabil, langlebig und vielseitig
Bei der Klebebindung wird der Rücken des Buchblocks etwa 3 mm abgefräst, aufgeraut und anschließend mit PUR-Klebstoff versehen. Dieser besonders haltbare Kleber sorgt dafür, dass alle Seiten dauerhaft miteinander verbunden sind.
Die Klebebindung ist die Standardlösung für:
• Romane
• Sachbücher
• Fachbücher
• Softcover und Hardcover
PUR-Kleber bietet eine hohe Flexibilität und lange Lebensdauer und ist ideal für häufig genutzte Bücher.
Softcover mit Klebebindung – flexibel und robust
Beim Softcover wird der frisch verleimte Buchblock mit noch feuchtem Klebstoff in den Umschlag eingehängt. Während der Klebstoff trocknet, verbindet er sich fest mit dem Umschlag.
Das Ergebnis ist ein flexibles, leichtes und dennoch haltbares Buch.
Hardcover mit Klebebindung – der hochwertige Klassiker
Für ein Hardcover wird zunächst die Buchdecke separat hergestellt. Sie besteht aus drei stabilen Pappteilen: Vorderdeckel, Rückdeckel und Rückeneinlage.
Diese werden auf ein Überzugsmaterial (z. B. bedrucktes Papier oder Leinen) aufgebracht und verklebt.
Der fertig gebundene Buchblock wird anschließend in die Decke eingehängt. Dafür benötigt man vorne und hinten jeweils ein Vor /Nachsatzpapier, das den Block mit der Decke verbindet.
Das charakteristische „fliegende Blatt“ vor und nach dem Inhalt ist also produktionsbedingt immer Bestandteil eines Hardcovers.
Schritt 8: Schneiden - der Feinschliff für das endgültige Buchformat
Bevor ein Buch sein endgültiges Erscheinungsbild erhält, muss es auf das exakte Endformat zugeschnitten werden. Dieser Schritt sorgt für die typischen glatten, sauberen Kanten, die ein professionell gefertigtes Buch auszeichnen. Das Schneiden erfolgt in einer präzise eingestellten Schneidemaschine, und je nach Buchtyp unterscheidet sich der Ablauf.
Softcover – Schneiden nach oder vor dem Binden, je nach Bindetechnik
Bei Softcover Büchern hängt die Reihenfolge des Schneidens von der gewählten Bindeart ab:
-
Softcover mit Klebebindung oder Rückendrahtheftung
Hier wird zuerst gebunden und anschließend geschnitten. Der Umschlag liegt bereits um den Buchblock, sodass alle drei offenen Seiten (oben, außen, unten) in einem Arbeitsgang auf das Endformat gebracht werden. -
Softcover mit Wire-O-Bindung
Bei dieser Bindung erfolgt der Ablauf umgekehrt: Zuerst wird der Buchblock beschnitten, damit alle Seiten exakt bündig sind. Erst danach werden die Löcher gestanzt und das Wire-O-Element eingesetzt.
Hardcover – Schneiden vor dem Einhängen in die Buchdecke
Beim Hardcover-Buch wird der Buchblock bereits vor dem Einhängen in die Buchdecke auf sein Endformat zugeschnitten.
Der Grund dafür ist konstruktiv bedingt:
• Die Buchdecke ist größer als der Buchblock
• Sie soll bewusst einige Millimeter überstehen
• Dieser Überstand würde beim späteren Schneiden versehentlich mit abgeschnitten werden
Deshalb erfolgt der Beschnitt beim Hardcover frühzeitig, bevor der Block mit der Decke verbunden wird.
Nach dem Schneiden liegt der Buchblock exakt im gewünschten Format vor, mit sauberen, glatten Kanten und optimaler Passform für die weitere Verarbeitung oder den finalen Versand.
Dieser Schritt ist ein wesentlicher Teil der hochwertigen Buchproduktion im Print-on-Demand Verfahren.
Nun ist Ihr ganz persönliches Buch fertig. Es muss nur noch verpackt und mit der gewünschten Versandart zu Ihnen geschickt werden. Jedes Buch wird in Folie eingeschweißt und in einem stabilen Versandkarton versendet.
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